Die Zeit tickt.
26.04.2022    


© Doris Süß


Sie tickt zwar nicht wirklich, die Turmuhr in der Alten Kirche,
aber sie zeigt uns weithin die Uhrzeit an. Und das ziemlich verlässlich.


Kirchturmuhren gibt es noch nicht so lange. Im Mittelalter gab es Räderuhren an Gewichten, die mit Glockenschlägen auf sich aufmerksam machten. Für religiöse Zwecke wurden Gebetszeiten wie der "Engel des Herrn" und die Gottesdienste lautstark bekannt gemacht. Ab dem 15. Jahrhundert kamen die Zeigeruhren auf. Uhren waren damals noch sehr teuer und nur wenige konnten sich eine Uhr leisten. So hat die Alte Kirche in Götzis allen gezeigt, wo man so dran ist.

Nur nagte an unserer Turmuhr der Zahn der Zeit. Sie funktioniert noch gut, doch der Glanz ist verblasst. Und das gilt für das ganze Äußere der Alten Kirche. Das Hellgrau des Außenputzes ist sehr in die Jahre gekommen, manchmal schon mehr schwarz als grau, mit Schlieren, Spuren von Regenstürzen und anderem. Wie in langen schwarzen Tränen weint es von der Turmuhr herunter. Die Zeit nagte an den Zeigern, die sie anzeigen. Das Zifferblatt ist bereits sehr fleckig. Der ganze Außenputz ist porös geworden und stellenweise gibt es sogar weiße Flecken. An vielen Stellen wirkt unsere Alte Kirche fast wie gescheckt. Dabei ist sie im Inneren jetzt wirklich wieder ein Juwel, ein echtes Schmuckstück. Aber außen? Irgendwie passt das jetzt nicht mehr zusammen. Die Vorbeifahrenden kämen kaum auf die Idee, wie schön es da drinnen ist.

"Ghörige" Vorarlberger hätten vermutlich zuerst die Außenfassade auf Hochglanz gebracht. Was denken sonst die Leute! Als ob man es nicht vermöge. Bei der Alten Kirche lief es umgekehrt. Zur Rettung der Fresken haben wir innen begonnen, aber unser Juwel ist erst fertig, wenn auch die Fassade wieder dazu passt. Und zu dem Anlass bekommen auch die Zeiger der Turmuhr und das Ziffernblatt einen neuen Anstrich, auf dass sie wieder glänzen.

Die Alte Kirche ist es wert und dafür sind wir noch einmal auf Ihre
Spenden angewiesen. Nicht, dass die Vorbeifahrenden denken, wir vermögen es nicht!

Markus Hofer
Kontakt Mai 2022



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erstellt am: 2022-04-26 | rw




Spendenübergabe
08.02.2022    


von links nach rechts: Oskar Egle, Pfarrer Rainer Büchel, Gerd Loacker, Kurt Friedrichs


Der Männerchor Götzis und die Altacher Soireen haben im Jänner mit ihren
Benefizkonzerten einen schönen Betrag für unsere Alte Kirche gespendet. Mit der Musik haben die Sänger vom Männerchor am 9. Jänner mit ihrem Weihnachtskonzert nicht nur das Herz und die Seele erfreut, sondern auch unserer Alten Kirche etwas Gutes getan.

Die Soiree mit dem „Quatuor pour la fin du temps“ von Olivier Messiaen am
15. Jänner hat musikalisch zum Ausdruck gebracht, was die Fresken in der
Alten Kirche darzustellen versuchen.



erstellt am: 2022-01-08 | rw




Quartett vom Ende der Zeit
15.01.2022    



Der Blick ist auf das Chorbogenfresko in der Alten Kirche gerichtet, die Ohren lauschen der Musik von Oliver Messiaen, präsentiert von Mathias Johansen, Sandra Schmid, Joachim Tschann und Yunus Kaya. Ein Genuss!



Herzlichen Dank an die Altacher Soireen für dieses Konzert und die Unterstützung der Restaurierung und Sanierung der Alten Kirche.

erstellt am: 2022-01-15 | rw




Lesung "Du liebliche, Du reine Jungfrau"
19.12.2021    


© Roland Weber


Lesung mit Bernarda Gisinger

© Roland Weber


Musikalische Umrahmung Ruth Neyer, Harfe

© Rainer Büchel


Inhalt und Sprache der Muttergottesverehrung haben sich über die Jahrhunderte hinweg deutlich verändert. Wurde im 19. Jahrhundert noch in geradezu hymnischer Weise von und über Maria gesprochen, so finden sich inzwischen ebenso moderne Ansätze, wird sie gerne auch als „eine von uns“ gesehen.

Auszügen aus dem Buch „Festbilder der römisch-katholischen Kirche“ aus dem Jahr 1884 wurden Texte von Elmar Simma, Markus Hofer, Dorothee Sölle u.a. gegenübergestellt.

Der Erlös war zugunsten der Renovierung unserer Alten Kirche.

erstellt am: 2021-12-19 | rw




Festliche Wiedereröffnung
23.10.2021    


© Wolfgang Ölz


Die Pfarrgemeinde Götzis feierte nach der Innenrenovierung vergangenen Samstag mit einem festlichen Gottesdienst die Wiedereröffnung der Alten Kirche.

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Dank und Bitte.
Pfarrer Rainer Büchel freute sich über das wunderschöne Resultat, das die Erwartungen beinahe übertrifft. Er bedankte sich bei den vielen Götznerinnen und Götznern, die dieses Projekt mit ihren großzügigen Spenden unterstützt haben. Für die noch bevorstehende Außenrenovierung bittet die Pfarrgemeinde weiterhin um kräftige Unterstützung. Sie bedankt sich auch bei der öffentlichen Hand, die etwa die Hälfte der Kosten getragen hat, und damit zeigt, dass ihr die Alte Kirche wichtig ist.



Ins Heute übersetzen.
Die feierliche Messfeier wurde vom Pfarrkirchenchor Götzis musikalisch umrahmt. Für das Evangelium wurde die Rede vom Weltgericht gewählt (Matthäus 25,31-46). Kernstück der Renovierung war ja die Wiederherstellung der wertvollen Fresken aus der Renaissance, wo Himmel und Hölle für heutige Begriffe sehr drastisch dargestellt sind. Pfarrer Rainer Büchel übersetzte die alten Bilder in die Gegenwart. Der deutlich sichtbare Höllenschlund, der die armen Seelen verschlingt, ist für ihn ein Bild dafür, dass wir heute auch von vielen Dingen wie Arbeit, Erwartungen anderer, Handy oder Verlust der Freiheit und Freude „verschlungen“ werden.

Es hat sich gelohnt!
Nach dem Gottesdienst bei der Agape konnten die Fresken genauer studiert werden. Dr. Markus Hofer sagt zur Renovierung: „Der erste Blick zeigt: Es hat sich gelohnt. Die Fresken sind jetzt farbiger, haben mehr Kontur und wirken plastischer. Deutlich wird das an der Chorbogenwand, vor allem im spannenden Bereich der Hölle. Da war Vieles wie verwaschen, sehr undeutlich und kaum als Szenerie wahrnehmbar. Jetzt kommen die Figuren und die verzweifelten Gesichter wesentlich stärker zum Ausdruck.“

Arbeit geht weiter!
Mag. Martin Heinzle vom Pfarrkirchenrat Götzis erläutert die drei Bauetappen der Alten Kirche: Erstens die Trockenlegung des Mauerwerks außen samt Putzerneuerung des Sockels 2020. Zweitens die Putzerneuerung des Sockels innen, die Renovierung der Elektroinstallationen und Beleuchtung, das Ausmalen des Kircheninnenraumes und eben die Restaurierung der Fresken 2021. Drittens die Renovierung der Fassade und der Fenster 2022 (Kostenschätzung 265.000.- Euro).







erstellt am: 2020-10-23 | rw




Tag des Denkmals
26.09.2021    


© Rainer Büchel


Markus Hofer präsentiert die renovierten Fresken in der Alten Kirche.

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erstellt am: 2020-09-26 | rw




Impressionen
13.05.2021    


© Doris Süß


In der Alten Kirche wird die Sanierung intensiv vorangetrieben. Hier neue Impressionen von den Arbeiten im Mai.

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erstellt am: 2020-05-13 | rw




Die Alte Kirche ist gerüstet.
06.04.2021    


© Doris Süß


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erstellt am: 2020-04-06 | rw




Die Heiligen werden verpackt.
16.03.2021    


© Doris Süß


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erstellt am: 2020-03-16 | rw




Für die Innenrenovierung muss die Kirche zuerst ausgeräumt werden.
10.03.2021    


© Doris Süß


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erstellt am: 2020-03-10 | rw




Bachbölla
01.12.2020    


© Thomas Ender


Kennen Sie die "Bachbölla" der Konditorei Ellensohn? Es sind wunderbare, hochwertige Pralinen, "Bölla", die dort am Bach handgefertigt werden.

Die Konditorei Ellensohn hat uns als Sponsoring für die Alte Kirche solche Pralinen zur Verfügung gestellt.

Rufen Sie im Pfarramt an, dort können Sie einen Termin vereinbaren und die gewünschte Menge "Bachbolla" bestellen und dann abholen.

Telefon am Vormittag: T 05523 62255
oder ganztägig unter
T 0676 832408164 Doris Hug, Pfarrsekretärin

erstellt am: 2020-12-01 | rw




Die erste Bauphase ist abgeschlossen.
01.11.2020    




Die Außenmauern sind trockengelegt – hätten wir das nicht gemacht, wären die schönen Bilder im Innenraum auf Dauer kaputtgegangen. Im Frühjahr beginnt die zweite Etappe, die Renovierung der Fresken und eine neue Beleuchtung wird es auch geben. Das ist nun das Herzstück und es wird ein neues Alte-Kirche-Erlebnis werden.

Für die Restaurierung der Alten Kirche müssen wir von der Pfarre etwa € 350.000.- aufbringen. Die erste Spendenaktion hat immerhin bereits € 100.000.- ergeben. Die Alte Kirche braucht uns also noch weiter. Einige Spenderinnen und Spender waren sehr einfallsreich:

• „Ich habe in diesem Jahr einen runden Geburtstag gefeiert und auf Geschenke zugunsten der Alten Kirche verzichtet.“

• „Ich habe meinen Namen unter den Aposteln gefunden und eine Patenschaft dafür übernommen.“

• „Ich habe das Spendensäckchen zu Hause liegen und immer wieder etwas hineingetan.“

• „Ich wollte etwas spenden, aber eine Patenschaft kann ich nicht übernehmen - mein Beitrag ist ein Baustein.“

• „Wir haben in diesem Jahr unsere Mama verloren, die Verabschiedung war in der Alten Kirche. Als Familie wollten wir eine Gedenkspende machen.“

Helfen Sie unserem Spendenbarometer. Vielleicht haben auch Sie eine Idee, wie Sie Geld für die Alte Kirche sammeln können. Jede kleine Spende hilft zur Erhaltung unseres Juwels und vielleicht gibt sich der eine oder an dere einen größeren Ruck. Unsere Alte Kirche braucht uns!

Pfarrkirchenrat und Pfarrgemeinderat Götzis
Kontakt Nov. 2020




Mögliche Patenschaften HIER auf einen Blick.
Der Katalog zum DOWNLOAD.

erstellt am: 2020-11-01 | rw




Spendensammelaktion zwecks Sanierung der "Alten Kirche".
06.10.2020    




In den vergangenen Monaten organisierte der Kameradschaftsbund Götzis eine Spendensammelaktion zwecks Sanierung der „Alten Kirche“. Die Organisation der Spenden wurde durch Helmut Loacker, Wolfgang Türtscher, Christoph Längle, Reinhard Ellensohn und Gernot Platzer durchgeführt. Insgesamt konnten 2000,- Euro gesammelt werden. Am 06.10. wurde der Spendenscheck übergeben.

Im Namen der Pfarre Götzis sage ich ein herzliches Vergelt‘s Gott.

Pfarrer Rainer Büchel

erstellt am: 2020-10-06 | rw




Ausstellung zu den Bildern in der Alten Kirche
05.07.2020    




Rechtzeitig zum Uristag entstand eine kleine Ausstellung zu den Bildern in der Alten Kirche. Auf den großen Fotos gibt es eine Unmenge an Details zu entdecken. Zusammen mit den Beschreibungen von Markus Hofer können sie sich in der Neuen Pfarrkirche noch länger auf Entdeckungsreise begeben. Nach dem Gottesdienst am Uristag stieß die Ausstellung auf großes Interesse. Diese Bilder müssen wir durch die Renovierung retten und dafür sucht die Pfarre Spender oder auch Paten, die einen Teil der Bilder übernehmen.




erstellt am: 2020-07-05 | rw




Der Lehmputz wird angebracht
03.06.2020    


© Doris Süß


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erstellt am: 2020-06-03 | rw




Archäologen untersuchen den Sockelbereich
06.04.2020    


© Doris Süß


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Archäologen untersuchen das Umfeld der Alten Kirche


erstellt am: 2020-04-06 | rw




Bilder von den Arbeiten
18.03.2020    



Bilder von der Sanierung
© Doris Süß



erstellt am: 2020-03-19 | rw




Beginn der Sanierungsarbeiten
16.03.2020    

Der Zugang zur Alten Kirche ist aufgrund der Bauarbeiten nur durch den Haupteingang möglich.



erstellt am: 2020-03-17 | rw




Informationsabend
03.03.2020    



Bilder vom Informationsabend am 3. März 2020.
© Christof Egle und Roland Weber


Start der Renovierung und Restaurierung
In der nächsten Woche starten die Bauarbeiten zur Renovierung und Restaurierung der Alten Kirche Götzis. Die Sanierung erfolgt in drei Bauetappen bis 2022. Am 3. März lud die Pfarrgemeinde Interessierte aus Götzis und der Kummenbergregion zu einem Informationsabend in die Kirche.


Sie ist das älteste Gebäude von Götzis und das bedeutendste Kulturgut der Gemeinde. Ihre Grundmauern sind etwa 1000 Jahre alt. Über Jahrhunderte wurde viel zur hochwertigen Ausschmückung der Alten Kirche beigetragen. Erst bei der letzten Renovierung in den siebziger Jahren wurden die wunderbaren Fresken aus der Zeit der Renaissance freigelegt, für die es in Vorarlberg nichts Vergleichbares gibt. Doch nun sind sie gefährdet. Seit mehreren Jahren steigt Feuchtigkeit auf im Gemäuer der Alten Kirche. Obwohl die Drainage gereinigt wurde, hat sich die Situation nicht gebessert. In Abstimmung mit dem Bauamt der Diözese hat der Pfarrkirchenrat deshalb den Entschluss zur Sanierung gefasst.

Rettung eines Kulturjuwels
Markus Hofer, Mitglied des Pfarrgemeinderats, nahm die zahlreich erschienenen Interessierten mit auf eine kunsthistorische Zeitreise: Sie führte von der gotischen Apsis, den prächtigen Fresken mit biblischen Motiven und der ältesten Darstellung der Neuburg aus der Mitte des 16. Jhs. über den frühbarocken Hochaltar, die Mondsichel-Madonna, das Deckenfresko aus dem 19. Jh. bis zu den Heiligenbildern auf der Chorempore. „Die Alte Kirche ist als Sakralraum ein wichtiger Teil unserer Geschichte und unserer Identität. Wir müssen dieses Kulturjuwel retten. Das sind wir unserer Alten Kirche schuldig“, appellierte er an die Zuhörerschaft.


Sanierung in drei Bauetappen und Spendenaktionen
Die erste Bauetappe, bei der das äußere Mauerwerk trockengelegt und der Sockelputz erneuert wird, startet im März. Die umfangreichen Innenarbeiten finden 2021 statt. Die Fresken und Bilder werden fachgerecht restauriert, der Kirchenraum ausgemalt und der Sockelputz, die Elektroinstallationen und die Beleuchtung erneuert. Im dritten Jahr ist die Renovierung der Fassade und der Fenster geplant. Die Gesamtkosten der Renovierung und Restaurierung betragen rund 635.000 Euro. Von der Marktgemeinde Götzis, dem Land Vorarlberg, der Diözese und dem Bundesdenkmalamt liegen bereits Förderzusagen vor. Die Hälfte der Kosten muss aber vor Ort aufgebracht werden. „Wir danken den Fördergebern für ihre finanzielle Unterstützung. Aber wir alle sind aufgefordert, dieses wertvolle Götzner Kulturgut zu erhalten und einen Beitrag zu leisten“, so Martin Heinzle, Vorsitzender des Pfarrkirchenrats. Der Pfarrkirchenrat hat sich dafür auch verschiedene Spendenaktionen, wie z.B. Patenschaften für die Kunstwerke oder eine Bausteinaktion überlegt und wird Gespräche mit Unternehmern und Vereinen führen. Die Details zu den Spendenaktionen sind unter dem Menüpunkt SPENDEN abrufbar. Spenden für die Renovierung der Alten Kirche sind übrigens steuerlich absetzbar!




Für unsere Alte Kirche
Der Pfarrkirchenchor, der die Informationsstunde in der Kirche musikalisch umrahmte, unterstützte den Spendenaufruf mit einem humorvollen „Bettellied für die Alte Kirche“, eine Eigenkomposition der Chorleiterin Brigitte Dünser.

Pfarrer Rainer Büchel überraschte zum Abschluss mit einer persönlichen Einladung zur Spendenvermehrung nach dem Vorbild der „Vermehrung der Talente“ (Matthäus 25, 14-30). Allen Teilnehmern vertraute er ein Opfersäckle mit 5 Euro an. Es ist eine Einladung, den Betrag zu vermehren oder als Startkapital für weitere Ideen und Aktionen zu nutzen: Für unsere Alte Kirche

Mit anregenden Gesprächen bei Wein, Wasser und Brot klang der Abend aus.


Brigitte Plemel

erstellt am: 2020-03-08 | rw